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Herausforderungen bei der Vorhersage von COVID-19 während der zweiten Welle

Kurzfristige Vorhersagen der COVID-19-Fallzahlen für einen Zeitraum von 1 bis 4 Wochen können ein wertvolles Instrument sein, um zu entscheiden, welche Maßnahmen erforderlich sind, um eine Überbelegung von Krankenhausbetten und Intensivstationen zu verhindern. Aber wie gut ist die Qualität dieser Vorhersagen?

 

COVID-19 weekly incident cases, Germany, 1 wk ahead, November/December 2020COVID-19 weekly incident cases, Germany, 1 wk ahead, November/December 2020
Copyright: Bracher et al., Nature Communication, DOI: 10.1038/s41467-021-25207-0

In "A pre-registered short-term forecasting study of COVID-19 in Germany and Poland during the second wave", veröffentlicht in Nature Communication (Bracher et al., DOI: 10.1038/s41467-021-25207-0), analysieren Forschende des JSC zusammen mit Kolleg:innen aus Europa und den USA ihre Vorhersagen, die für Deutschland und Polen im Rahmen des deutsch-polnischen Vorhersagezentrums während der zweiten Welle von COVID-19 (12. Oktober - 19. Dezember 2020) gesammelt wurden. Die Leistung der Einzelvorhersagen wird mit der Qualität von Ensemblevorhersagen verglichen, die die Einzelvorhersagen kombinieren. Das Konfidenzintervall der Ensemble-Vorhersage bietet eine gute Abdeckung, d. h. das 50%-Konfidenzintervall deckt etwa 50% der Daten ab. Die Vorhersagen des Ensembles sind konkurrenzfähig mit der besten Einzelmodellvorhersage und scheinen weniger anfällig für Ausreißer zu sein.

Die Beiträge zur deutsch-polnischen Vorhersage sind nun auch im European Covid-19 Forecast Hub enthalten.

Kontakt: Dr. Jan Meinke, Jülich Supercomputing Centre, j.meinke@fz-juelich.de

Links:

Bracher et al., Nature Communication, DOI: 10.1038/s41467-021-25207-0

Deutsch-polnisches Vorhersagezentrum: https://kitmetricslab.github.io/forecasthub/forecast

European Covid-19 Forecast Hub: https://covid19forecasthub.eu/